Welche Beziehungen sind glücklicher: Hochsensible Menschen mit hochsensiblen oder mit nicht-hochsensiblen Partnern? Was glauben Sie?

Diese Frage lässt sich natürlich nicht so einfach beantworten. Auch wenn die Zufriedenheit bei zwei hochsensiblen Partnern – laut Umfragen – ein wenig höher als bei gemischten Paaren ist, bedeutet das keine Garantie für eine gelungene Partnerschaft. Vielmehr hängt das Glück davon ab, ob die Geschenke der jeweiligen Konstellation erkannt und wertgeschätzt und die Herausforderungen gemeistert werden.

 1. Beziehung von zwei hochsensiblen Menschen

Die folgenden Geschenke und Herausforderungen findet man bei vielen aber nicht bei allen hochsensiblen Paaren. Denn Hochsensibilität kann sehr unterschiedliche Ausprägungen haben und somit einen bunten Strauß von Beziehungskonstellationen ermöglichen.

Geschenke

  1. Aufgrund des ähnlichen Temperaments verstehen hochsensible Menschen einander gut
  2. Sie mögen tiefgehende Gespräche.
  3. Sie helfen einander die Selbstachtung zu heben
  4. Sie können sich intensiv auf Gefühle einlassen
  5. Sie empfinden tiefe Liebe

Herausforderungen

  1. Meist scheuen sich hochsensible Menschen vor Konflikten
  2. Sie neigen dazu, sich gemeinsam zu entspannen und einzuigeln
  3. Dadurch werden Kontakte nach außen nur wenig gepflegt und manchmal die Abenteuer woanders gesucht.
  4. Sie haben oft Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen
  5. Schnelle Überreizung trifft auf schnelle Überreizung


    Ideen für eine bessere Beziehungsqualität

    Konflikte ansprechen, „Nein“ sagen und sich abgrenzen, interessante und aufregende Momente in der Beziehung organisieren, offen sein für andere Menschen, die die Beziehung bereichern, für ausreichenden Rückzug sorgen. Diese Themen sind für hochsensible Menschen Knackpunkte für eine gelungene Beziehung.

 2. Beziehung von hochsensiblen mit nicht-hochsensiblen Menschen

Auch bei dieser Konstellation gibt es keine allgemein gültigen Aussagen. Prüfen Sie einfach, welche Themen auf Ihre Beziehung zutreffen.

Geschenke

  1. Große Bandbreite an Fähigkeiten – Zusammen kann man mehr bewältigen
  2. Beziehung für beide interessant und aufregend
  3. Umgang mit gegensätzlichem Temperament bietet große Lernchancen.
  4. Der hochsensible Mensch wird in Bereichen unterstützt, für die er nicht geschaffen ist. z.B. wenn rasche Entscheidungen gefordert sind oder wenn er sich in einem konfliktträchtigen Umfeld behaupten muss.
  5. Der nicht-hochsensible Mensch profitiert von den Talenten des hochsensiblen Partners. z.B. wenn es darum geht, sich das Leben schöner und angenehmer zu machen oder wenn es nötig ist, einen gesünderen Lebensstil zu entwickeln. Hochsensible Menschen fungieren oft als Frühwarnsysteme.

 

Herausforderungen

  1. Unterschiedliches optimales Erregungsniveau – das zeigt sich oft im Urlaub. Der hochsensible Partner wünscht sich Wanderungen in den Bergen oder am Meer, während dem nicht-hochsensiblen Partner das vielleicht zu langweilig ist. Dieser bevorzugt z.B. Städte oder einen Abenteuerurlaub.
  2. Missverständnisse entstehen oft, wenn der hochsensible Partner Rückzug braucht, der nicht-hochsensible sich aber mehr Nähe wünscht.
  3. Die Empfindlichkeiten des hochsensiblen Partners können dem nicht-hochsensiblen auf die Nerven gehen.
  4. Hochsensible Menschen haben im Beruf oft Probleme, die der nicht-hochsensible Partner meist nicht nachvollziehen kann. Typischer Ausspruch: „Du machst aus einer Mücke einen Elefanten“.
  5. Die Intensität und der Tiefgang des hochsensiblen Partners können den nicht-hochsensiblen überfordern.

 

Ideen für eine bessere Beziehungsqualität

Interesse und Verständnis für das andere Temperament entwickeln, manchmal getrennte Wege gehen, ausreichend kommunizieren, kreative Lösungen für die unterschiedlichen Bedürfnisse finden, Toleranz. Diese Themen sind für gemischte Paare Knackpunkte für eine gelungene Beziehung.

 

Mit der Kraft der Liebe

Mit der Kraft der Liebe und der Offenheit für neue Erfahrungen können die Herausforderungen in jeder Beziehungskonstellation gemeistert werden. Wertschätzung, Respekt und Toleranz sind dabei hilfreiche Wegbegleiter.

 

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